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Torpedos, Kanonen und Sand

Nein….dieser Blog ist kein Bericht über eine Reserveübung oder einen aktuellen militärischen Einsatz, dennoch kann man in Albanien den Hinterlassenschaften von Enver Hoxha nicht entkommen, der das Land in eine einzige Verteidigungsanlage verwandelt hat.

Die 2-Mann-Pilz-Beton-Bunker, die fabrikmäßig gefertigt wurden nehmen wir bei unserem 4. Besuch im Land gar nicht mehr war, dazu gibt es einfach zu viele.

Aber diesmal sind wir doch über etwas größere Hinterlassenschaften „gestolpert“ – doch der Reihe nach.

Nach den Bergen wollten wir noch mal ans Meer.  Im Reiseführer haben wir was von „Sahara-Feeling“ und Sanddünen gelesen, wollten es aber nicht so recht glauben. Also auf nach Rana e hedhun um es uns selbst anzuschauen.

Schnell hat Bianca einen Kurs gefunden, der uns auf eine Zufahrt zum Strand bringt und wir ziehen los.

Zuerst eine gute neue Landstraße, dann ein Fischerdorf mit Pisten und dann – echtes Wüstenfeeling

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Kein Verbotsschild oder Absperrung weit und breit!

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Wir sind immer weiter in das Sandfeld rein gefahren – bis zu dem Punkt wo der Lux -trotzt zugeschalteten Allrad – sich anfing an einer Steigung einzugraben (mit vollem Straßen-Druck auf den Reifen).

Ein Sandblech haben wir ja nur als „Küchentheke“ dabei, das Zweite liegt im Keller zu Hause neben den  Sandschaufeln….

Damit bin ich wieder beim alten Grafen: „No Plan survives….“

Wir drehen also den Lux um und fahren auf gleichem Weg zurück…wir wollen mal sehen wie weit wir von der anderen Seite an die Düne ran kommen. Auf den Karten (OSM und Papier) gibt es eine direkte Verbindung hinter der Küstenlinie.

Die Straße ist schnell gefunden und führt auf schlechter werdenden Belag parallel zur Küste.

Die Größe und Dichte der Bunker nimmt zu, oft werden sie landwirtschaftlich genutzt, als Scheune, Stall, …

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Plötzlich ein Erdwall auf der Straße, ein löchriger Zaun verhindert die Weiterfahrt -auch wenn die Karten anderer Meinung sind.

Wir parken den Lux und gehen über einen gut sichtbaren Trampelpfad weiter….stehe nach wenigen Metern auf einer Betonfläche die zu einer großen Bunkeranlage führt

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Man beachte die zusätzliche Tür für die Schwanzflosse von Flugzeugen, die offenbar hier im Berg geparkt wurden

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Falls nötig ist auch noch die Artillerie verfügbar, um den Bunker zu verteidigen – auch wenn es inzwischen gefährlicher für den Artilleristen als für den Feind zu sein scheint – ob die Kanone noch wieder gefechtsbereit gemacht werden kann?

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Das passende Flugfeld ist auch nur wenige 100 m weiter…aber auch hier ist die Zufahrt unpassierbar gemacht und die Startbahn unbrauchbar (reversibel). Eine Landebahn keine 2 km hinter der Küste wäre dann doch zu verführerisch für eine bestimmte Klientel.

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Wir fahren dann eben den Umweg über die Hauptstraße und kommen nach einigen (langweiligen) Kilometern in  Shengjin an. Eine Küstenstadt, die direkt aus den 70er Jahren hierher transplantiert wurde.  Unsere Karten sagen…fahre zum Hafen und dann geht eine Straße zur Küste.

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Erst passieren wir ein Tor, das irgendwie „amtlich“ aussieht – aber sperrangelweit offen steht und der Verkehr fließt ungehindert durch.

Kurz dahinter dann weiteres ausgemustertes Kriegsgerät, alte Tragflügelbote aus der kommunistischen Zeit

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Offenbar sind die Torpedorohre aber leer, denn die liegen hier rum:

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Der LKW ist offensichtlich amerikanischer Provenienz – oder aber ein gekonnter Nachbau des M35 2½-ton cargo truck.

Am Ende dann erreichen wir ein belebten und bewirtschafteten Strand wo wir den Lux parken und uns zu Fuß aufmachen

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