Unterwegsgedanken

Hauptstadt, Pisten und Hochkultur

Tag 1 in Belize: Wir erkunden die Hauptstadt

Strasse

Nach einer ruhigen Nacht (ja, diesmal ohne Feueralarm) starten wir früh (Zeitverschiebung sei Dank) zu unserer ersten Tour in Belize. Wir sind ziemlich erstaunt – und Jens ein wenig enttäuscht – dass die Straßen so gut sind. Verkehr ist auch kein Problem. Kein Wunder, denn es leben ja nur gut 300.000 Menschen in Belize. Erster Stopp ist der in jedem Reiseführer hochgelobte Belize Zoo. Wie sich herausstellt: zu recht. Nicht sehr groß, aber liebevoll angelegt und beschildert. Es gibt ausschließlich Tiere, die in Belize heimisch sind und die Gehege sind so angelegt, dass man die Tierchen regelrecht suchen muss. Der schöne schwarze Panther hat uns leider komplett ignoriert…

Jaguar

Weiter geht es nach Belmopan- die Hauptstadt von Belize. Etwa so groß wie Jülich. Süss sind die Gebäude der Ministerien: jedes ist etwa so groß wie ein Einfamilienhaus oder drei in einem Haus…

MultiMinisterien

Etwaige Pläne, nach Belize auszuwandern, begraben wir spätestens, als wir auf dem Rückweg zu unserem B&B in einem Supermarkt einkaufen gehen. Nachdem es gestern Abend Chinese Food gab, haben wir beschlossen, heute unsere Küchenzeile zu nutzen. Die erste Idee, zum Steak Kartoffeln mit Sour creme zu machen, verwerfen wir schnell wieder. 5 große Kartoffeln – etwas weniger als 1 kg – kosten umgerechnet 2,50 Euro. Und das Döschen Sour Creme weitere 3 Euro. Na gut, gibt es halt gebratene Paprika und Toast dazu. Generell gilt wohl: Alles, was importiert werden muss (Kartoffeln und Milchprodukte gehören dazu) ist unheimlich teuer. So kostet z.B. ein profaner Plastik-Wäschekorb schlappe 20

San Ignazio

Es geht in die Berge! Nach einer Fahrt durch wunderschöne Landschaft kommen wir in San Ignazio an. Ein nettes kleines Städtchen mit Fußgängerzone (ok, nur etwa 200m, aber immerhin). Nach einem kleinen Spaziergang und einem Mittagssnack in Form einer riesigen, wirklich guten Pizza, machen wir uns auf die Suche nach einer Jungle Lodge. Und – Glück gehabt – finden auch eine sehr nette. Die Black Rock Lodge versorgt sich fast ausschließlich selber: mit Solarstrom, Wasserkraft und einer kleinen Farm.

Da es noch früh ist, starten wir zu einer Wanderung –  und suchen uns, leicht größenwahnsinnig, den Summit Trail aus– weil es da einen Geocache geben soll.

Keine 3,5 km und 300 Höhenmeter später sind wir oben. Ein gigantischer Blick nach einem tollen Trail mitten durch den Dschungel! Der Cache ist allerdings vom Jungle so überwuchert, das wir ihn nicht mehr finden.

Nach dem verdienten Abendessen mit frischem Fisch mitten in den Bergen geht es früh ins Bett. Bei Zirpen, Zwitschern und diversen anderen kommunizierenden Viechern schlafen wir schnell ein.

 

Caracol

Der Wecker klingelt um 6 Uhr- aber wir sind motiviert für DAS kulturelle Highlight dieses Urlaubs. Nach einem schnellen aber tollen Kaffee (angebaut in Belize) geht es um 7 Uhr los Richtung Caracol, einer Maya-Ruine an der Grenze zu Guatemala – der zentrale Baus ist bis heute das höchste Gebäude in Belize.

Es gibt nur eine Möglichkeit dorthin zu gelangen: Um 9:30 geht ein vom Militär begleiteter Konvoi ca. 10 km vor Caracol los – also heißt es pünktlich sein. Immerhin fährt die Belize Border Force einen Jeep J8—brandneu.

Jeep-J8

Die Strecke hält, was der Reiseführer verspricht: Piste mit Schlaglöchern, ab und an ein paar Auswaschungen. Aber nur einer Stelle ist etwas herausfordernder. Letztlich meistern aber auch alle SUVs im Konvoi die Strecke.

Convoi

Caracol ist beeindruckend. Und wir lassen es uns nicht nehmen, alle Stufen bis nach oben hoch zu klettern. – 30 m hoch, in drei Etappen – alle 10m ist eine Plattform.

Maya-3

Klettern ist wörtlich gemeint – die einzelnen Stufen sind ziemlich hoch und gehen uns bis übers Knie. Auf dem Bild ist die oberste Etage abgebildet!

Maya-2

 

Überrascht sind wir als am Treffpunkt für die Rückfahrt die Guides der ganzen geführtem Gruppen die Tische die dort stehe mit Decken für ein Picknick decken. Eine Gruppe, mit besonderen Anspruch hat sogar kalten Chardonnay  dabei – aber den Korkenzieher vergessen. Damit konnten wir aushelfen – und im Gegenzug bekamen wir jeder ein Glas Wein.

Leider ist die Black Rock Lodge ausgebucht…so dass wir wieder eine neue Unterkunft brauchen. Jungle-Lodges sind leider alle sehr teuer…aber liegen oft genial.

Room with a view

Wir haben Glück und finden auf dem Rückweg von Characol eine andere, sehr nette Jungle Lodge. Hoch über dem Fluss und einem kleinen Wasserfall sitzen wir nun, schreiben den Blog und freuen uns auf den Sundowner.